Berlin-Mitte als Südsee-Insel der Seeligen: Dieses Plakat hing vor ein paar Jahren in der Hauptstadt und regte meine Phantasie an. Der Grund war, soweit ich mich erinnern kann eher profan. Ich glaube, es ging um einen Sender oder eine Zeitung mit Lokal-Berichterstattung.
Aktuelle Schreibwaren frisch aus der Tastatur
Gern gesehen. Folge Drei.
Gern gesehen. Folge Zwei.
Die Weihnachtskarte eines Texters
22. Dezember 2011Gern gesehen. Folge Eins.
Hier möchte ich in loser Folge Dinge zeigen, die im weitesten Sinne etwas mit Produkt- oder Unternehmenskommunikation zu tun haben. Dinge, die mir unterwegs aufgefallen sind und die mir gefallen haben. Mal mehr, mal weniger. Für Negativbeispiele soll hier kein Platz sein.
Die erste Folge zeigt, wie schön sich das nicht mehr ganz neue Logo der Marke ASTRA in auch ganz fremde Umgebungen einfügt. Die Aufnahme ist natürlich auf St. Pauli entstanden, und ich bin fast sicher, die Schöpfer der ASTRA Kampagne hatten ihre Finger diesmal nicht im Spiel. Oder?
Geschickt geprotzt.

Vielleicht ist es nur Zufall, doch es könnte sich auch als kalkuliertes Marketing herausstellen. Wie spricht man Kunden von Baustoffhändlern an? Eine Zielgruppe, die uns allen bekannt ist, weil sie auf Baustellen und anderswo in Transportern sitzt, frühstückt und BILD liest? Eine Zielgruppe, die zu gefühlten 99% aus jungen Männern besteht, die jeden Opel zum Geschoss verwandeln, bevor sie sich den ersten Audi zulegen?
Vermutlich hat sich hier nur der Chef seinen Traumwagen gegönnt. Allerdings ist ein solcher Muscle Car auf jeder Baustelle ein Hingucker. Wie wäre es also, die erfolgreichsten Verkäufer mit den gleichen Fahrzeugen auszustatten und eine komplette Story um die röhrenden Ungeheuer herum aufzubauen? Eine Story von Power und Siegeswillen? Gute Idee?
Digicam statt Kaugummi

Wer hinter den Scannern des Hamburger Airports noch Zeit zu vertrödeln hat, sollte sein Plastikgeld festhalten. Hier gibt es einen äußerst gefährlichen Automaten, der statt Kaugummi elektronische Wunscherfüllungen bereithält. Von der Playstation über Digicams bis zu Lifestyle-Produkten des Hauses mit dem Apfel-Logo kann man sich hier alles Mögliche ziehen, was man im Urlaub noch zu brauchen glaubt.
Respekt vor dieser tollen Marketing-Idee! Ich denke, in kaum einer Situation sind Menschen so großzügig wie kurz vor dem Abflug in den wohlverdienten Urlaub. Preisvergleiche stellt hier wohl niemand an!
Die Gratisidee von heute
Lärmschutzwände sind das Langweiligste, was es gibt. Lärmschutzwände bei der Bahn führen dazu, dass die Leute wieder zu Vielfliegern werden. Außerdem breiten sie sich aus wie Tätowierungen bei Minderjährigen. So wünschen sich sicher alle Menschen, die auf so ein Ding starren müssen, etwas Unterhaltsames statt Grau und Graffitti. Da geht doch was! Ich stelle mir gerade einen einzigen Text in Riesenlettern vor, der durch die ganze Stadt zu lesen ist, die man gerade durchquert.
In Berlin gab es schon mal so eine Art U-Bahn-Tunnel-Werbung mit Stroboskopen. In Hamburg kann man zwischen Osterstraße und Emilienstraße immer noch ein (inzwischen verdrecktes) Underground-Kunstwerk bestaunen. Also liebe Werber, denkt Euch was aus! Und liebe Kunden und potenzielle Auftraggeber: Rufen Sie an, ich entwickele gern etwas für Sie!


